Modularisierung

Mit dem Bologna-Prozess, der seit 1999 Hochschulstudien in ganz Europa vereinheitlicht, sind auch in Deutschland Bachelor- und Masterabschlüsse (BA/MA) eingeführt. Eine zentrale Auswirkung ist, dass Studiengänge nun durch Module und Leistungspunkte strukturiert sind. Im positiven Sinn hat dies beispielsweise den Vorteil, dass die Studienleistungen aus einem Auslandsstudium besser vergleichbar und damit anerkennbar sind.

Die meisten Bundesländer haben sich für ihre Lehrerausbildungen der Unterteilung in BA/MA angeschlossen, sodass Lehramtsstudierende am Ende einen „Master of Education“ (oder ähnlich) erhalten. Einen Überblick über die unterschiedlichen Strukturen der föderal organisierten Lehramtsstudien bietet der „Monitor Lehrerbildung“. Auch die „Pfarramts-Studiengänge“ mussten der Umstrukturierung durch Bologna folgen, allerdings ohne die Unterteilung in BA und MA. Daher wird die sogenannte „Volltheologie“ weiterhin in einem 10-semestrigen, jetzt modulstrukturierten Studium angeboten.

Aktueller Stand (Mitte 2014)

Der gesamte Bologna-Prozess bringt fundamentale Veränderungen des Studiums mit sich und Studierende als auch Lehrende fragen sich, ob dies immer gut ist. Seit den Anfängen der Reformen (um 2000) hat sich der kritisch mit dem Thema beschäftigt und mit Stellungnahmen, Positionspapieren und aktiver Gremienarbeit den Weg der Diskussion beeinflusst. Einige gegenwärtige Positionierungen sind:

  • Die Vergleichsstudie von 2012, die die Studierbarkeit der neuen Studienordnungen Pfarramt / Diplom / Magister Theologiae vergleicht und bewertet. Die Studie war 2012 bahnbrechend und ist weiterhin für die politische Arbeit hilfreich.
  • Unser (erfolgreicher) Einsatz für ein zweites, „bepunktetes“ Praktikum im Pfarramtsstudium, der mittlerweile in die Überarbeitung der Rahmenordnung  durch den Evangelisch-theologischen Fakultätentag gemündet ist.
  • Unsere Vorarbeiten für einen Vergleich der der neuen Prüfungsordnungen (Stand vom Januar 2013) zum Ersten Theologischen Examen. Die Weiterarbeit liegt hier zunächst bei der EKD, die die mittlerweile fertigen Ordnungen bis 2015 vergleicht.
  • Unser Bemühen um fachkundiges studentisches Engagement in den Überprüfungen und Überarbeitungen der neuen Studiengänge, den sogenannten „Akkreditierungen“.
  • Unser stetiger Einsatz für Vergleichbarkeit und wechselseitige Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen in Lehramtsstudiengängen, insbesondere vertreten durch die Studierenden in der EKD-Lehramtskommission/FK II.
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