Studienort: Basel

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Basel allgemein

Basel liegt im Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich. Als drittgröte Stadt der Schweiz ist Basel erst einmal die Gemeinde Basel im Kanton Basel-Stadt. Wenn man aber bedenkt, dass die Stadt der Mittelpunkt einer Stadt-Region auf dem Gebiet dreier Länder ist – je nach Zählung wohl 800.000 – 1.000.000 Einwohner – versteht man warum man trotz kurzer Wege nicht das Gefühl hat in einer Großstadt zu sein. Basel gehört – neben Genf – zu den beiden Städten mit den höchsten Kulturausgaben pro Kopf, so dass jeder hier kulturell fündig werden dürfte, wenn auch der Schwerpunkt auf traditionell etablierten Formen liegt (Museen etc.).
Wer mag, kann hier fast alles fußläufig auf nicht zugeparkten Trottoirs (Bürgersteige) erreichen, ansonsten ist der ÖPNV(1) sehr gut ausgebaut. Daneben bietet die Stadt beste Fahrrad-Infrastruktur, vom fast rund um die Uhr geöffneten Veloparkhaus(2) am „Bahnhof SBB“(3) über Fahrradständer überall in der Stadt bis hin zu brauchbaren Velo-Wegen. Der Autofahrer steht in der Hirarchie ganz unten.
Auch wenn man auf den ersten Blick meinen mag, dass die Stadt sehr deutsch sei, kann man schnell feststellen, dass es doch viele Unterschiede im Detail gibt, z. B.:

  • Sprache: Auch wenn der Schweizer weiß, dass die Deutschen alle hallo-en, sagen sie z. B. nur zu Leuten Hallo, die sie duzen.
  • Mülltrennung: Die Weltmeister im Recycling haben ein pragmatisches, aber effizientes System: PET-Flaschen werden z. B. überall eingesammelt, und das ohne Pfand.

Selbst wenn der Basler Dialekt stark dem dt. Allemanisch ähnelt, dauert es seine Zeit, bis man sich eingehört hat (außer man kommt aus dem Süd-Westen der Republik). Ein halbes Jahr sollte man schon einkalkulieren, bis man anfängt den Dialekt halbwegs passabel zu verstehen. Aber die meisten Bebbis – dem Mundart-Ausdruck für Basler – sprechen meist eh mit einem Schriftdeutsch(4), auch wenn man sie bittet Dialekt zu reden.

(1) hier sagt man „Das Tram“ und nicht „Die Straßenbahn“

(2) Das „(Fahr)rad“ nennt sich hier „Velo“.

(3) „Basel SBB“ ist einer der drei „Hauptbahnhöfe“ der Stadt neben dem Bahnhof „Basel Bad Bf“ (der „deutsche“ Bahnhof) und „Basel SNFC“ (Französische Bahn – liegt direkt am „Bahnhof SBB“ der Schweizer Bundesbahn)

(4) Der Ausdruck Hochdeutsch ist nicht gebräuchlich.

Die Fakultät

Die Fakultät besteht aus dem Departement Theologie (nicht konfessionsgebunden, aber klar in reformierter Tradition) und dem Department Religionswissenschaft, dass ein gemeinsames Department mit der Philosophisch-historischen Fakultät ist. Zum Department Religionswissenschaft gehören die Religionswissenschaft, die jüdische Studien und das Orientalische Seminar. Die theologische Fakultät ist die mit Abstand kleinste Fakultät der Uni.
Da die Uni Basel die älteste Universiät der Schweiz ist (gegründet 1460 im Chorraum des Basler Münsters), ist sie keine Campus-Uni, so dass auch die Theologie verteilt ist, jedoch liegen alle üblichen Veranstaltungsorte nah beieinander und die Wege führen durch ruhige Altstadtsraßen. Das Hauptgebäude ist eins der ältesten Gutshäuser der Stadt mit Kachelofen, Holzdecken etc.
Die Uni ist – im Vergleich zu deutschen Unis – sehr gut ausgestattet.

Nicht zu verwechseln ist die Fakultät mit der Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel. Im alltäglichen Lehrbetrieb gibt es keine Kooperationen o. ä. Diese Hochschule entstand in Abgrenzung zu den universitären Fakultäten, die zu bibelkritsch etc. sein.

Die Anerkennung der Studienleistungen aus Basel ist eine Sache der Landeskiche. Die westfälische Landeskirche erkennt Studienleistungen der universitäten Fakultäten als gleichwertig an, ebenso die Rheinische Landeskirche. Die Abschlüsse der STH werden in den beiden Landeskrichen nicht anerkannt.

Die Umstellung auf BA/MA ist hier sehr weit fortgeschritten. Die ersten Abschlüsse der Theologie im neuen System im deutschen Sprachraum wurden hier abgelegt. Das ehemalige Lizensiats-Studium (ähnlich dem Diplom/Magister in Deutschland) läuft aus.

Lehrveranstaltungen

Das aktuelle und die vergangenen Semester kann man sich im Online-Vorlesungsverzeichnis anschauen. Auf der Fakultätsseite gibt es auch eine Vorausschau auf die zukünftigen Semester.

Identität der Fakultät

Im Gegensatz zu deutschen Fakultäten werden die schweizer theologischen Fakutäten nicht durch Staatskirchenverträge in ihrer Existenz gesichert, so dass sie selbst ihre Relevanz zeigen müssen. Dies führt dazu, dass sich die Fakultät um gesellschafftliche und innerkirchliche Präsenz bemüht. Mit der Religionswissenschaft hat die Fakulät sich ein zweites Standbein neben der Theologie in den letzten Jahren aufgebaut.
In der Schweiz sind die Konkordatsprüfungen (entspricht dem KiEx) abgeschafft worden, so dass die Fakultäten die volle Prüfungsverantwortung tragen.
Diese Unabhängigkeit von der Kirche führt auch dazu, dass die Fakultät nicht konfessionell gebunden ist, wenn sie auch in der Tradition der reformierten Theologie steht. Als erste Fakultät im detschsprachigen Raum hat sie z. B. einen ortodoxen Juden auf einen Lehrstuhl berufen für die jüdische Studien.

Leben der Fakultät (Thementage, Studienwoche, Feste …)

Im Frühjahrssemester findet jeweils die Fakultätstagung statt. Nach dem kirchengeschichtlich relevantem VeranstaltungsortLeuenberg-Tagung“ genannt. Sie steht jeweils unter einem Thmea und dauert 2,5 Tage.

Daneben gibt es immer wieder Thementage, Tagungen etc., sowie viele Aperos zu allen möglichen Anlässen (auf Aushänge achten). (S. dazu auch au der Homepage die Infos.

Natürlich gibt es auch Gottesdienste in Zusammenarbeit mit dem reformiertem Unipfarramt.

Im Hof der Fakultät oder im Aufenthaltsraum trifft man tagsüber immer jemanden.

Lehrende

Es gibt jeweils einen Lehrstuhl in AT, NT, KG, Ethik, Dogmatik, PT. Daneben gibt es den Lehrstuhl für Religionswissenschaft und den Lehrstuhl für Religionsgeschichte und Literatur des Judentums. Z. Z. gibt es noch eine Stiftungsprofessur für Ökumene- und Missionswissenschaft der mission21. Außerdem gibt es z. Z. zwei Assistenzprofessuren in „Religion, Wirtschaft und Politik“ und PT.

Daneben gibt es jeweils mindestens eine Assistentenstelle je Professur und weitere Dozenten und Lehraufträge.

s. auch: http://theolrel.unibas.ch/kopfzeile/personen/

Ein Großteil der Professoren kommt momentan aus Deutschland (nicht nur reformierte Professoren).

Wer bisher nur Systematiker gehört hat, die scheinbar Fremdwort-Lexika auswendig gelernt haben und alle Philosophen im Detail zu kennen vorgeben, freut sich bestimmt über Prof. Bernhardt.

Wer über den Tellerrand schauen will, dem seien empfohlen:

Bibliothek

Im Fakultätsgebäude befindet sich die Fachbereichsbibliothek. In ihr befinden sich die Präsenzbestände, die aber – soweit nicht an der UB ausleihbar – auch mal für ein paar Tage oder wenigstens über Nacht/übers Wochenende ausgeliehen werden können in Absprache mit dem Bibliotheksbüro. Alle ausleihbaren Bestände befinden sich in der UB die 5 Minuten Fußweg entfernt liegt. Das Bibliotheksbüro ist nicht immer geöffnet während der Öffnungszeiten der Bibliothek (=Öffnungszeiten Fakultätsgebäude); die Bibliothek ist meist sogar länger als offiziell angeschlagen zugängig.
Wer eine verschlossene Wasserflasche mit nimmt, wird – trotz Verbot – geduldet. Für Abschlussarbeiten etc. können ein Teil der Tische reserviert werden. An vielen Tischen gibt es Leselampen. In der Bibliothek stehen einige Rechner zur Recherche und für’s Internet zur Verfügung. Man kann auch etwas ausdrucken (Bezahlung im Büro oder in die Kasse am Drucker). Neben den Bibliotheksräumen im 1. und 2. OG gibt es noch ein frei zugängiges Magazin im Keller über zwei Etagen. Dort befindet sich auch ein Kopierer (Karten für 100, 200 oder 300 Kopien gibt es im Bibliotheksbüro). Da jedes Institut etc. sein eigenes System hat bzw. eigene Verträge, gilt die Karte nur an diesem Kopierer. In der Bibliothek des jüdischen Instituts gibt es identisch aussehende Karten (erhältlich bei den Assistierenden), die aber nicht verwechselt werden dürfen.

Im Frey-Grynaeische Institut gibt es eine alte theologische Bibliothek, die bis in die Zeit von Karl-Barth ergnzt wurde und dann von der Fakultätsbibliothek abgelöst wurde und als historische Bibliothek erhalten ist (nicht frei zugängig). Dort gibt es viele, alte und wertvolle Bücher.

Im Orientalischen Institut gibt es ebenfalls eine Bibliothek mit theologischen/religionswissenschaftlichen Büchern.

Auch die jüdische Gemeinde hat eine öffentliche Bibliothek.

Außerhalb der Stadt gibt es das Karl-Barth-Archiv mit weiteren Büchern.

Fast alle Bücher der Fachbereichsbibliothek sind digital erfasst. Im OPAC kann man gezielt in der Fachbereichsbibliothek suchen, oder im ganzen Verbundskatalog Basel-Bern mit allenmöglichen Biblioteken oder in den Basler Bibliotheken.

Essen und Trinken

In ca. 5 Minuten Entfernung befindet sich die Mensa der Uni. Im Plan auf der Homepage ist immer das Essen „s’hats solangs hats“ nicht aufgeführt. Das Bio-Buffet wird nach Gewicht berechnet, ansonsten bekommt man alsStudi für 7,50 CHF Suppe, Salat oder ein kleines Glas Saft und Tellergericht, Leitungswasser, Brot und Salatsoße gibt’s in Selbstbedienung kostenlos dazu. Daneben gibt’s Nachtische etc. extra zu kaufen.
Im Kollegiengebäude, wo viele Vorlesungen stattfinden, – auf halbem Weg zur Mensa gelegen – gibt es eine Cafeteria.

Erasmus

Das Mobility-Büro ist eigentlich bemüht, nett und unbüroktatisch. Es hilft gerne weiter. Manchmal muss man zweimal mailen.

Das Mobility-Büro bietet in der Vorlesungszeit immer ein paar kleinere Events an. Darüberhinaus gibt es für bestimmte Sachen „Subventionen“, z. B. gibt’s 50% des Halbtax der SBB (eine Art Bahncard 50) zurück, mit der man auch Rabatt im ÖPNV in Basel bekommt.

Außerdem organisiert das ESN viele Events für die Austausch-Studenten.

Behindertengerechtigkeit

Das Fakultätsgebäude ist nicht für Rollstuhlfahrer geeignet. Das Kollegiengebäude ist rollstuhlgerecht.

Leben in der Schweiz

Die Seite www.hallo-schweiz.de ist sehr zu empfehlen. Dort gibt es auch ein sehr aktives Forum in dem man viele Infos findet und meist auch schnell Hilfe bekommt bei allen Fragen rund um das Leben in der Schweiz.

Handy

Das Handy nennt sich hier meistens Natel (von Nationales Autotelefon). Momentan (März 2009) empfiehlt sich das Prepaid-Angebot von Migros, da es nach Deutschland auch nicht teurer ist, als innerhalb der Schweiz. In manchen Teilen Basels hat man noch gutem Empfang mit deutschen Netzen (dann sind aber alle SMS an schweizer Bekanntschaften SMS ins Ausland!). Tendenziell ist hier mobiles Telefonieren eher billiger als in Deutschland.

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