Studienort: Bonn, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität

Karte wird geladen - bitte warten...

Bonn 50.733570, 7.101376 Vorstellung des Studienortes

Bonn allgemein

Mit ca. 300.000 Einwohnern ist Bonn nicht gerade eine Metropole. Bonn verbindet aber auf charmante Art und Weise verschiedenste Extreme: Weltläufigkeit (Deutsche UN-Stadt mit UN-University, ehemalige Bundeshauptstadt, Sitz verschiedener Ministerien und Botschaften) mit regionalem Charme (Karneval), Großstadt-Flair (wem Bonn da nicht reicht: in 20 min ist man in Köln) mit Landluft. Allseits präsent in der Stadt sind Post, Regierung und Beethoven, aber darüber hinaus hat die Stadt auch einiges zu bieten: Ein großes Angebot an Museen aller Richtungen, Konzerte, u.a. Deutschlands größtes Open-Air-Festival Rheinkultur (umsonst und draußen), das Siebengebirge in direkter Nachbarschaft, eine malerische Innenstadt, eine große Auswahl an Kneipen sowie einige Clubs und Discos und die Nähe zu Köln, all das macht die Stadt lebens- und liebenswert.

Die Fakultät

Die Homepage der Fakultät [1]

Das Elektronische Vorlesungsverzeichnis [2]

Die Geschichte und Aktuelles

Die Evang. Theol. Fakultät ist eine der ältesten Fakultäten der Universität Bonn, gegründet wurde sie 1819. Das Seminar befindet sich im Hauptgebäude, dem ehemaligen Kürfürstlichen Schloss. Da die Statik des schönen, aber alten Gebäudes die schweren Bücher der Fakultät nicht mehr tragen konnte und die Feuerschutzbestimmungen im Seminar aus Platzmangel nicht mehr erfüllt werden konnten, entschloss man sich zur Zusammenlegung der kath. theol. Bibliothek und der evang. theol. Bibliothek in einem neuen Gebäude direkt neben dem Hauptgebäude. Die neue Ökumenische Bibliothek wurde zum WS 08/09 eröffnet. Das Seminar soll in den nächsten Jahren umgebaut werden. Derzeit sind in den Räumlichkeiten des alten Seminars Büros, Seminarräume und die Fachschaft untergebracht.

Die Partnerschaften:

Neben der logischen Zusammenarbeit mit der kath. theol. Fakultät arbeitet die Fakultät natürlich mit dem Alt-kath. Seminar an der Universität Bonn eng zusammen. Da dieses Seminar nur einen (vll. auch zwei) Lehrstühle hat, ist eine Zusammenarbeit unausweichlich. Viel wichtiger für die evang. Fakultät ist aber die Zusammenarbeit mit der Kölner Universität, sie hat dort eine Außenstelle mit einem Lehrstuhl, der derzeit unbesetzt ist, da Prof. Laube nach Göttingen gewechselt ist. Die Professoren der Bonner Fakultät haben auch die Aufgabe die Lehramtsstudenten (Sek.II) in Köln zu unterichten. Seit dem Wintersemester 2011/12 gibt es in Bonn aber die Möglichkeit einen BA (Lehramt) zu machen.

Studiengänge und Abschlüsse

In Bonn kann man evangelische Theologie mit folgenden Abschlüssen studieren:

  • Kirchliches Examen (Pfarramt)
  • Lehramt (praktisch ausgelaufen, keine Neueinschreibung oder Wechsel mehr möglich, wird vorraussichtlich aber 2010/11 wieder eingeführt. Derzeit ist die Lehramtsausbildung in Köln möglich, dort lehren auch die Bonner Dozenten.)
  • Magister (läuft aus, keine Neueinschreibung mehr möglich)
  • Bachelor, Kern- und Nebenfach
  • Bachelor (Lehramt)
  • Master of Ecumenical Studies (Lehrveranstaltungen z.T. in Englisch),
  • Promotionsstudiengang

ausserdem gibt es einen berufsbegleitenden Master-Studiengang Sozialmanagement.

Theologische Wohnheime

Das Hans-Iwand-Haus

Das Hans-Iwand-Haus war das Wohnheim der Fakultät. Derzeit befindet sich die Stiftung in einem Umbruch. Das Wohnheim gibt es nicht mehr, die Stiftung soll aber, in welcher Form auch immer, weitergeführt werden. Homepage des HIH

Das Adolf-Clarenbach-Haus (Goebenstift)

Das sogenannte Goebenstift liegt in der Goebenstraße in der Bonner Südstadt. Es bietet 40 Zimmer, die vorwiegend, aber nicht ausschließlich an Studierende der Evangelischen Theologie vermietet werden. Die „Goebis“ bezeichnen sich selbst als „wahrscheinlich größte WG Bonns“. Donnerstags ab 22:00 Uhr öffnet der „Weinkeller“, wo man oft auch Menschen trifft, die nicht im Haus wohnen. Das Haus ist weitestgehend selbstverwaltet. Zweimal in der Woche finden von den Hausbewohnern gestaltete Andachten statt.

Identität der Fakultät

Die Bonner Fakultät ist vor allem ökumenisch interessant. Neben der Evangelisch-Theologischen Fakultät verfügt die Uni Bonn auch über eine Katholisch-Theologische Fakultät und (einmalig in Deutschland) ein Altkatholisches Seminar.

Leben der Fakultät (Thementage, Studienwoche, Feste …)

Fächer und Lehrende

An der Evang. Theol. Fakultät der Rheinischen Friedrich- Wilhelms-Universtiät Bonn gibt es Lehrstühle in den Disziplinen Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte- Alte Kirchengeschichte,Kirchengeschichte- Kirchengeschichte der Reformation und Neuzeit, Systematische Theologie, Ethik und Sozialethik, Praktische Theologie und Religionspädagogik. Theoretisch gibt es noch einen Lehrstuhl Kirchengeschichte- Rheinische Kirchengeschichte, dieser ist und bleibt allerdings unbesetzt.

Die Abteilungen und ihre Lehrenden

Altes Testament

Der Lehrstuhl AT ist derzeit von Prof. Rüterwörden besetzt. Außerdem ist seit Kurzem PD Dr. Axel Graupner fest angestellt und gleicht somit das Defizit im Lehrangebot aus. Als weitere Privatdozenten lehren aktuell PD Dr. Klaus Grünwaldt und PD Dr. Holger Delkurt.

Neues Testament

Im Fach Neues Testament gibt es in Bonn zwei Professoren: Prof. Wolter und Prof. Röhser. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Wolter lehrt außerdem Dr. Jochen Flebbe. Ebenfalls in der Lehre aktiv sind apl. Prof. Dr. Axel von Dobbeler und PD Dr. Dietrich Rusam.

Kirchengeschichte- Alte Kirchengeschichte

Der Lehrstuhl Alte Kirchengeschichte ist derzeit von Prof. Kinzig besetzt. An seinem Lehrstuhl arbeitet Dr. Jochen Schmidt als Wissenschaftlicher Mitareiter.

Kirchengeschichte- Reformation und Neuzeit

Die Reformation und Neuzeit veranwortet die einzige Professorin der Fakultät: Prof. Mennecke. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin lehrt außerdem Dr. Magarethe Hopf.

Systematische Theologie- Ethik

Lehrstuhlinhaber ist Hartmut Kreß. Sein Schwerpunkt liegt in der Sozialethik. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter steht ihm André Wyss zur Seite. Als Privatdozent ist außerdem PD Dr. Frank Surall an der Lehre beteiligt.

Systematische Theologie- Dogmatik

In der Dogmatik unterrichten in Bonn Prof. Dr. Andreas Pangritz, Prof. Dr. Michael Roth (apl. Prof.) sowie PD Dr. B. Harbeck Pingel.

Praktische Theologie

Die Praktische Theologie ist in Bonn ebenfalls mit zwei Lehrstühlen ausgestattet. Derzeit werden sie von Prof. Dr. Eberhard Hauschildt und Prof. Dr. Reinhard Schmidt-Rost besetzt. Als Wissenschaftliche Mitarbeiter stehen ihnen Dr. Eike Kohler, Dipl.-Theol. Eva-Martina Kindl und Anja Stadler zur Seite. Außerdem in der Lehre tätig sind Prof. Dr. Klaus D. Hildemann (Honorarprofessor) und PD Dr. Johannes Loh. Professor Hildemann arbeitete als Geschäftsführer für die Theodor Fliedner Stiftung, die unter anderem psychisch-erkrankte Menschen behandelt. Aus diesem Grund haben wir Studenten die Möglichkeit bei ihm das Seminar „Klinische Psychologie, Psychoanalyse und Psychotherapie“ zu besuchen.

Religionspädagogik

Der Lehrstuhl „Religionspädagogik“ wird derzeit von Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck besetzt. An seinem Lehrstuhl arbeitet Hiltrud Stärk-Lemaire als Wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Sprachen

Hebräisch

In Hebräisch bietet Eva-Martina Kindl jedes Semester einen einsemestrigen Sprachkurs an, der 6 SWS zzgl. Heimarbeit umfasst. Außerdem wird in den Wintersemesterferien ein Intensivkurs von Herrn Graupner (siehe AT) angeboten, der ebenfalls zum Hebraicum führt.

Griechisch

Griechisch-Sprachkurse werden ab Frühjahr 2010 an der Fakultät angeboten. Wolfgang Töpler wird die Studierenden mit einem Intensivkurs in den Wintersemesterferien, einem Semester Sprachunterricht (an 2 Tagen/Woche) und einem weiteren Intensivteil nach Ende ses Sommersemesters auf die staatliche Graecumsprüfung im August vorbereiten. Daneben besteht noch die Möglichkeit, die Griechisch-Kurse der Philosophischen Fakultät (2 Semester, Abschluss mit internem Graecum, für das staatliche Graecum ist eine weitere Vorbereitung notwendig) bei Dr. Heinz-Lothar Barth bzw. Dr. Beate Czapla zu besuchen.

Latein

Den Lehrauftrag für Latein hat Dr. Ferdinand Moog. Er bietet, beginnend im Wintersemester, Lateinkurse an, die über zwei Semester auf das Latinum vorbereiten.

Sumerisch und Akkadisch

In Bonn besteht die Möglichkeit bei Frau Dr. Andrea Ulshöfer Akkadisch und Sumerisch zu lernen.

Studierende

An der Bonner Fakultät sind natürlich alle Studierenden herzlich Willkommen. Besonders zu empfelen ist sie den Studierenden, die ein „familiäres“ Umfeld brauchen. Hier kennt jeder jeden. Eingeschrieben sind in Bonn ca. 150-200 Studierende. Davon lassen sich aber nur ca. 60 tatsächlich im Seminar blicken. Auch die Dozenten kennt man nach wenigen Semestern persönlich und diese auch die Studierenden. Der Fachschaftsrat leistet seit eingigen Jahren hervorragende Arbeit im Integrieren neuer Studierenden, so dass sich niemand alleine fühlen muss.

Es gibt zwei evangelisch theologische Wohnheime in Bonn. Zum einen das Hans-Iwand-Haus (Wohnheim der Fakultät) und das Adolf-Clarenbach-Haus, kurz Goebenstift. Besonders im Goebenstift leben viele Theologen zusammen und durch den offenen Weinkeller dort, besteht leicht die Möglichkeit Kontakte und Freundschaften zu knüpfen.

Konvente

Bitte ergänzt diese Liste, wenn ihr von Konventen anderer Landeskirchen wisst.

Rheinland-Konvent (EKiR)

In Bonn findet sich traditionell der größte Ortskonvent der rheinischen Landeskirche. Gefühlt die Mehrheit der Bonner Studierenden kommt aus dem Rheinland, daher findet hier auch eine aktive Konventsarbeit statt.

Westfälischer Konvent (EKvW)

Die Zahl der Westfalen in Bonn ist derzeit gut überschaubar. 3-4 Studierende sind momentan hier eingeschrieben.

Oldenburger Konvent

Die kleine Oldenburgische Kirche bildet einen relativ starken Konvent in Bonn. 4 der hier studierenden stehen dort auf der Landesliste.

Ausländische Studierende

Ausländische Studierende sind in Bonn gern gesehen. Englischsprachige Lehrveranstaltungen finden im Rahmen des Master of Ecumenical Studies (MESt) statt. Bei asiatischen Studierenden (v.a. aus Korea) ist der auslaufende Magisterstudiengang sehr beliebt. Derzeit studieren einige Stipendiaten aus den USA und aus Rumänien in Bonn. Erasmus-Partnerschaften bestehen mit Wien, Oxfort, Prag, Straßburg, Athen, Budapest und Cluj-Napoca.

Bibliothek

Die Ökumenische BibliothekSeit dem Wintersemester 08/09 gibt es direkt neben dem Hauptgebäude die neue Ökumenische Bibliothek. Diese wird gleichermaßen von der evang. theol. Fakultät und der kath. theol. Fakultät genutzt und finanziert. Die neue Bibliothek ist eine reine Präsenzbibliothek. Das Ausleihen von Büchern ist leider nicht möglich. Die vielen kleinen „Kinderkrankheiten“ versuchen der Fachschaftsrat und die Dozierenden aufzudecken und beheben zu lassen, so dass sie ein Ort wird, an dem gerne und viel gearbeitet werden kann. So wurde im Sommer 2009 immerhin die Mitnahme von Wasser in durchsichtigen, fest verschließbaren Plastikflaschen erlaubt. Sie hat geöffnet Mo-Fr 8.00- 20.00 Uhr und Sa von 9.00- 13.00 Uhr.

Die ULB (Universitäts- und Landesbibliothek)Die ULB hat ihren Hauptsitz an der Adenauerallee ca. 5-10 min. Fußweg entfernt vom Hauptgebäude. Der Bestand beträgt derzeit ca. 2 000 000 Bücher und Zeitschriften, natürlich in allen Fachrichtungen. Die wichtigsten theologischen Werke sind natürlich auch in der ULB zu finden. Der Vorteil gegenüber der Ökumenischen Bibliothek ist die Möglichkeit Bücher zu entleihen. Außerdem bietet die ULB einen großen Lesesaal mit Arbeitsplätzen mit Strom- und Internetanschluss und Panoramafenstern mit Blick auf den Rhein.

Im Gebäude der ULB gibt es außerdem die Lehrbuchsammlung. Dort befinden sich eine sehr kleine Auswahl von Werken, die jeder Theologiestudent in seinem Leben benutzt haben sollte (z.B. Hebräischlehrbuch, Schnelles Einleitung in das NT oder Markschies Arbeitsbuch Kirchengeschichte). Diese Werke sind in mehrfacher Ausführung vorhanden und dürfen einen längeren Zeitraum entliehen werden.

Essen und Trinken

Angebote des Studentenwerks

Die Speisepläne, Preise u.ä. finden sich unter www.studentenwerk-bonn.de

Die Mensen

Die nächste Mensa liegt in der Nassestraße, ca. 5-10 min Fußweg vom Unihauptgebäude. Ein normales Mittagessen ist hier für 2,50 Euro zu haben, vegetarisches bereits für 2,00 Euro. Außerdem wird täglich ein Eintopf (1,00 Euro) eine Salatbar und diverse Aktionsgerichte angeboten. Weitere Mensen finden sich in Poppelsdorf, in der Römerstraße und bei den Medizinern auf dem Venusberg. Die Bonner Mensen haben nicht den Ruf eines Feinschmeckertempels, könnten aber auch schlechter sein.

Carls Bistro

Wer keine Lust auf Mensa hat, oder im Tagesangebot nichts findet, dem bietet das Bonner Studentenwerk mit Carls Bistro, direkt neben der Mensa Nassestraße, die Möglichkeit, Burger, Currywurst, Aufläufe o.ä. in angenehmem Ambiente, zu etwas höheren Preisen zu sich zu nehmen.

Die Cafeteria

Die Cafeteria im Hauptgebäude versorgt Studierende mit Kaffee, Kaltgetränken, Süßigkeiten, Eis und belegten Brötchen von enormem Ausmaß (ca. 25 cm langes belegtes Ciabatta für knapp unter 2 Euro).

Alternativen

Neben den üblichen Fast-Food-Tempeln bietet Bonn einige weitere Alternativen zum alltäglichen Mensa-Fraß: Der Biergarten am Alten Zoll (ca. 5 min vom Hauptgebäude) bietet im Sommer Mittags Pizzen und Salate mit Blick auf den Rhein zum halben Preis an. Das Cafe Blau am Viktoriabad (ca. 2 min vom Hauptbebäude) bietet neben verschiedenen Kaffeespezialitäten auch ordentliches Essen an. Eine Auswahl weiterer, beim studentischen Publikum beliebter Cafés findet sich direkt gegenüber vom Hauptgebäude: Das Einstein, Göttlich und Cafetiero. Ein Geheimtipp ist das Sam´s Café der KHG. Dort bekommt man als Student jeden Tag selbstgemachte Quiche und Getränke. Obwohl es nur 3 Minuten vom Hauptgebäude entfernt liegt, ist es stets ruhig und bietet in netter Atmosphäre die Möglichkeit zu plaudern.

Facebooktwittergoogle_plusredditlinkedintumblrmail