Studienort: Heidelberg, Ruprecht-Karls-Universität

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1. Die Stadt Heidelberg allgemein

Heidelberg ist mit etwa 140.000 Einwohnern (und ca.1 Millionen Touristen im Jahr) die fünftgrößte Stadt Baden-Württembergs. Zusammen mit Mannheim und Ludwigshafen wird sie als Rhein-Neckar-Region bezeichnet. Gegliedert ist Heidelberg in vierzehn Stadtteile, die alle durch den öffentlichen Nahverkehr oder mit dem Fahrrad (15-25 Minuten) gut an die Altstadt angeschlossen sind. Neben der Schlossruine und der wunderschönen Altstadt ist Heidelberg bekannt für die Ruprecht-Karls-Universität, die älteste Universität Deutschlands.
Die topographische Besonderheit Heidelbergs ist der Neckar, der mitten durch die Altstadt fließt und im Sommer zahlreichen Menschen auf den Neckarwiesen ein lauschiges Plätzchen beschert.

2. Das studentische Heidelberg

Heidelberg ist eine beliebte Studentenstadt, in der etwa 30.000 Studenten in zwölf verschiedenen Fakultäten studieren und leben.

2.1. Lebensunterhalt

Der Lebensunterhalt in Heidelberg und relativ hoch. Das bezieht sich einerseits auf die normalen Lebenshaltungskosten, wie Wohnsituation und Verpflegung, und anderseits auf die Ausgaben fürs Studium. Das Semesterticket für die öffentlichen Verkehrsmittel, wie Busse und Straßenbahnen, ist nicht im Semesterbeitrag von 104 Euro enthalten, sondern muss gesondert zu einem Betrag von 127 Euro erworben werden. Zusätzlich erhebt die Universität Heidelberg Semestergebühren in Höhe von 500 Euro.

2.2. Wohnen

Die Wohnraumsituation in Heidelberg ist schwierig und die Wohnungen sind teuer. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich so früh wie möglich um eine Wohnung, ein WG-Zimmer oder ein Wohnheimzimmer zu bemühen.
Als Anlaufstellen für Wohnungen oder WG-Zimmer können sowohl die Aushänge in der Triplexmensa und der Neuen Uni als auch das Studentenwerk (http://www.studentenwerk.uni-heidelberg.de) dienen.
Weiter sei darauf hingewiesen, dass es in Heidelberg auch zahlreiche Studentenwohnheime gibt, in denen es sich gut wohnen lässt und die häufig in einer wunderbaren Lage vorzufinden sind. Als Anlaufstellen sind hier einerseits das Studentenwerk zu nennen und andererseits die kirchlichen Wohnheime, bei denen man sich direkt um ein Zimmer bewerben muss:
Das ökumenische Studentenwohnheim (http://www.theologie.uni-heidelberg.de/oek)
Das theologische Studienhaus der badischen Landeskirche (http://www.theologisches-studienhaus.de)
Das evangelische Studentenwohnheim Heidelberg (http://www.keller-thoma.de)
Das katholische Albertus-Magnus Haus (http://site.amh-heidelberg.de)
Das Friedrich-Hauß-Studienzentrum: (http://www.fhsz.de)

2.3. Mensen

In der Altstadt und damit in unmittelbarer Nähe zur theologischen Fakultät befinden sich zwei Mensen, die Triplexmensa und die Zeughaus-Mensa (http://www.studentenwerk.uni-heidelberg.de). Die Triplexmensa liegt direkt am Universitätsplatz und bietet eine Auswahl von vier Gerichten plus Buffett. Das Essen kostet hier zwischen zwei und drei Euro.
Die Zeughaus-Mensa ist ein paar Minuten Fußweg von der Triplexmensa entfernt und befindet sich im Marstall. Sie ist eine reine Buffet-Mensa, in der das Essen 0,78 Euro pro 100g kostet.

2.4. Freizeitangebote

Heidelberg verfügt für zahlreiche Freizeitmöglichkeiten.
Als erstes ist die Vielzahl der kulturellen Angebote in Heidelberg zu nennen. Heidelberg verfügt über mehrere Theater, die alle besondere Angebote für Studenten haben. Neben den Theatern sei auf die „Nacht der Museen“, die „offene Bühne“ und die zahlreichen studentischen Theatergruppen (z.B. Improvisationstheater) verwiesen. Zudem werden von den unterschiedlichsten Orchestern und Chören in Heidelberg immer wieder Konzerte gegeben.
Natürlich gibt es auch einige Museen, die es zu besuchen lohnt.
Als zweites Freizeitangebot können die verschiedenen Kinoprogramme gelten. In Heidelberg gibt es einige kleine Kultur-Kinos, das Uni-Kino und das Karlstor-Kino.
Das dritte Freizeitangebot ist der Universitätssport in Heidelberg. Hier werden in jedem Semester zahlreiche Sportkurse angeboten, von denen viele umsonst und nicht anmeldepflichtig sind. (http://www.issw.uni-heidelberg.de/hsp)
Als letztes ist hier noch das Nachleben Heidelbergs zu nennen. In einigen Kneipen, von denen sich viele in der „Unteren Straße“ (Parallelstraße zur Fußgängerzone) oder in der Nähe der Fußgängerzone befinden kann man mit Kommilitonen und Freunden einen netten Abend verbringen. Zusätzlich sei auch noch auf Clubs und Discos wie die „Villa Nachttanz“, den Zollhofgarten und die Halo 02 verwiesen.

Informationen zu den Theatern, den verschiedenen Chören, Orchestern und anderen Studentengruppen gibt es in der ersten Semesterwoche im Foyer der Neuen Uni.

3. Die Universität Heidelberg

Die Ruprecht-Karls Universität Heidelberg (http://www.uni-heidelberg.de) gibt es seit 1385. Sie ist eine der ältesten europäischen Universitäten und die älteste Universität Deutschlands. Zurzeit studieren 30.000 Studenten an der Uni Heidelberg.
Bei der Universität Heidelberg handelt es sich nicht um eine Campus-Universität, da die verschiedenen Fakultäten über die ganze Stadt verstreut sind. Die geisteswissenschaftlichen Fakultäten und somit auch die theologische Fakultät befinden sich in der Altstadt, während die naturwissenschaftlichen Fakultäten, die medizinische Fakultät und die Pädagogische Hochschule im Neuenheimer Feld, auf der anderen Seite des Neckars im Stadtteil Neuenheim, angesiedelt sind.
Ein wichtiges Merkmal der Universität Heidelberg und des ganzen Landes Baden-Württemberg ist noch, dass es keinen Asta gibt und die Fakultäten nur durch ihre Fachschaften vertreten werden.

4. Die theologische Fakultät

4.1. Allgemein

Die Theologische Fakultät der Universität Heidelberg (http://www.theologie.uni-heidelberg.de) ist mit über siebenhundert Studierenden eine der größten Ausbildungsstätten in Deutschland für Pfarramt, Lehramt und weitere theologische Studiengänge. Sie ist in der Heidelberger Altstadt angesiedelt und umfasst mehrere Institute und Seminare. Dazu gehören das Wissenschaftlich-Theologische Seminar (WTS), das Praktisch-Theologische Seminar (PTS), das Diakoniewissenschaftliche Institut  (DWI) und das Ökumenische Institut (Oek).
Das Wissenschaftlich-Theologische Seminar (WTS) bringt die Abteilungen Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie und Religions- und Missionswissenschaft in ihren Räumen unter. Außerdem befindet sich im WTS der Hauptteil der Bibliothek der theologischen Fakultät mit über 150.000 Bänden und 231 laufenden Zeitschriften.
Das Praktisch-Theologische Seminar (PTS) setzt sich aus den verschiedenen Bereichen der Praktischen Theologie mit den Abteilungen Kirchentheorie, Pastoraltheologie, Homiletik, Liturgik, Religionspädagogik, Poimenik und der Abteilung für Predigtforschung zusammen. Außerdem befindet sich im Gebäude des PTS eine Bibliothek mit den praktisch-theologischen Beständen der Bibliothek des theologischen Seminars.
Das Diakoniewissenschaftliche Institut (DWI) beschäftigt sich mit den Grundfragen und der  Praxis der sozialen Arbeit der evangelischen Kirche. Das DWI bietet außerdem eigene Master-Studiengänge und ein Schwerpunktstudium für Theologiestudierende an.
Das Ökumenische Institut (Oek) beschäftigt sich mit den Grundfragen ökumenischer Theologie. Im Gebäude des Ökumenischen Instituts sind die Bestände der Fakultät zur Ökumenischen Theologie untergebracht. Zusätzlich ist das Institut mit dem Ökumenischen Wohnheim verbunden, in dem 25 Studierende unterschiedlicher Herkunft, Konfessionen und Studiengänge zusammen leben.

4.2. Der Lehrkörper

Alles in allem lehren und forschen an der theologischen Fakultät in Heidelberg rund 60 Personen. Neben den vierzehn ordentliche Professoren sind viele  wissenschaftliche Mitarbeiter, Privatdozenten und emeritierte Professoren an der Fakultät beschäftigt.
Zu den ordentlichen Professoren gehören:
Altes Testament: Prof. Dr. Jan Christian Gertz und Prof. Dr. Manfred Oeming
Neues Testament: Prof. Dr. Matthias Konradt, Prof. Dr. Peter Lampe und Prof. Dr. Helmut Schwier
Kirchengeschichte: Prof. Dr. Winrich Löhr und Prof. Dr. Christoph Strohm
Systematische Theologie: Prof. Dr. Friederike Nüssel, Prof. Dr. Klaus Tanner und Prof. Dr. Dr. Michael Welker
Praktische Theologie: Prof. Dr. Wolfgang Drechsel, Prof. Dr. Fritz Lienhard, Prof. Dr. Ingrid Schoberth und Prof. Dr. Helmut Schwier
Religions- und Missionswissenschaften: Prof. Dr. Michael Bergunder

4.3. Beratung und Begleitung der Studierenden

Vor Beginn des jeweiligen Semesters veranstaltet die theologische Fakultät Orientierungstage. Diese sind als Kennlern- und Informationsveranstaltung für die Studierenden gedacht, die ihr Studium in Heidelberg beginnen oder nach Heidelberg gewechselt sind. In diesem Rahmen lernen die Studierenden die Universität und die Fakultät besser kennen und bekommen Hilfestellungen bei der Erstellung ihres Stundenplanes und der Orientierung über das Studium.
Zusätzlich gibt es an der theologischen Fakultät eine allgemeine Fachstudienberatung.

4.4. Die Fachschaft

Die Fachschaft der theologischen Fakultät vertritt die Studierenden in Studienkommission und dem Fakultätsrat. Sie trifft sich jeden Mittwoch zur Besprechung von besonderen Ereignissen oder um Beschlüsse zu fassen. Außerdem organisiert sie die Vollversammlung, erstellt das kommentierte Vorlesungsverzeichnis und bereitet Feste und Partys vor.

5. Bibliotheken

Relevant für das Studium der Theologie in Heidelberg sind die drei Präsenzbibliotheken in den Seminaren und Instituten. Das Wissenschaftlich-Theologische Seminar (WTS) beherbergt den Hauptteil der Bibliothek der theologischen Fakultät mit über 150.000 Bänden und 231 laufenden Zeitschriften. Im Praktisch-Theologische Seminar (PTS) befindet sich eine Bibliothek mit den praktisch-theologischen Beständen im Ökumenischen Institut (Oek) sind die Bestände der Fakultätsbibliothek zur Ökumenischen Theologie untergebracht.
Neben den Präsenzbibliotheken in den Räumen der theologischen Fakultät steht noch die Universitätsbibliothek Heidelberg (UB Heidelberg http://www.ub.uni-heidelberg.de) zur Verfügung. Neben einer großen Anzahl von Büchern im Lesesaal gibt es auch zahlreiche Bücher in der Lehrbuchsammlung, die ausgeliehen werden können. Wichtig zu nennen ist, dass die Bücher in der UB Heidelberg nach Erscheinungsdatum geordnet sind.