Studienort: Wien

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Wien allgemein

Wien ist die Hauptstadt von Österreich und mit etwa 2 Millionen Einwohnern auch die Größte. Es ist eine Großstadt, die aber in vielen kleinen Gassen den Charme eines Dorfes oder einer kleinen Stadt nicht verloren hat. Vor allem in den äußeren Bezirken gibt es oft viele kleine gemütliche Gassen, in denen man auch schön spazieren gehen kann. Diese Bezirke sind waren früher eigenständige Dörfer, die im Laufe der Geschichte eingegliedert wurden. Für Wien unverzichtbar sind natürlich die vielen Heurigen (Buschenschank), vor allem in Grinzing und den nördlichen Bezirken. Wien ist natürlich auch die Stadt der Musik und das merkt man an allen Ecken und Enden. Es gibt laufend viele Musikveranstaltungen und Konzerte, zu denen auch viele internationale Stars kommen. Ein großes Highlight jedes Jahr im Sommer ist das Donauinselfest. Dieses findet jedes Jahr im Sommer auf der Donauinsel (eine Insel zwischen der geteilten Donau) statt, und ist ein riesiges 3-Tage-Festival, bei dem es ungefähr 20 Bühnen und viele kleine Stände gibt. Es kommen jedes Jahr an diesen drei Tagen etwa eine Million Menschen auf die Donauinsel. Das beste an diesem Festival ist natürlich, dass es komplett umsonst ist, und trotzdem internationale Stars kommen. Es gibt auch viele Museen in Wien, unter anderem das auf der Welt fast einzigartige Bestattungsmuseum. Was auch auf jeden Fall sehr interessant ist, ist der Zentralfriedhof, auf dem viele berühmte Menschen begraben sind, und auf dem man auch sehr schön spazieren gehen kann. Wichtig zu erwähnen ist natürlich auch der Prater, ein großes Volksfest, dass das ganze Jahr geöffnet ist, und wo auch das berühmte Riesenrad steht. Ineressant sind auch die vielen Wiener Kirchen, die oftmals kostenlos besichtigt werden können (z.B. Stephansdom) und auch oftmals die besondere Geschichte des Protestantismus in Österreich darstellen (z.B. lutherische Stadtkirche). Kneipen und Bars gibt es auch zu Hauf, so dass auch auf jeden Fall am Abend für genügend Unterhaltung gesorgt ist.

Die Fakultät

Die Homepage der Fakultät [1]

Die Homepage der Fakultätsvertretung [2]

Das elektronische Vorlesungsverzeichnis [3]

Die Geschichte und Aktuelles

Die Evangelisch-Theologische Fakultät ist Teil der Universität Wien, die bereits 1365 von Rudolf dem Stifter gegründet wurde. Sie ist somit die älteste Universität im deutschsprachigen Raum und die zweitälteste Universität nördlich der Alpen. Im 15. Jhd. erlebt die Universität ihre Glanzzeit, sie ist eines der bedeutendsten Zentren des Humanismus. Ab dem 16. Jhd. setzt ein Prozess des Verfalls ein, nicht zuletzt wegen der Habsburger, die das Bildungspotential der Reformation nicht erkannten. In der Gegenreformation waren es die Jesuiten, die die Geschicke der Universität leiteten. Erst im Jahre 1821, 40 Jahre nach dem Toleranzpaten Joseph II. im Jahre 1781, wurde eine protestantisch-theologische Lehranstalt eingerichtet und weitere 100 Jahre später (1922) wurde die Evangelisch-Theologische Fakultät Teil der universitas litterarum der Universität Wien. Die Fakultät hatte aufgrund ihrer geographischen Lage eine besondere Bedeutung für die protestantische Fakultäten im Osten, zu denen intensive Beziehungen aufgebaut wurden, was auch heute gepflegt wird, Zahlreiche Studierende und Daktoranden aus dem Osten besuchen die Fakultät in Wien. Sie schätzen die gut ausgestattete Bibliothek, sowie die renommierten Professoren. Die Evangelisch-Theologische Fakultät in Wien konnte und kann sich einiger bedeutender Professoren rühmen (Josef Bohatec, Gerhard Kittel, Falk Wagner, Wilhelm Danitne, Georg Strecker, Kurt Niederwimmer, etc.). Ein Schwerpunkt der Lehre ist die Erforschung der Geschichte des Protestantismus in Österreich.

Studiengänge und Abschlüsse

An der Fakultät kann man Evangelische Theologie mit folgenden Abschlüssen studieren:

  • Magister (Auslaufend, keine Einschreibung mehr möglich)
  • Bachelor
  • Master
  • Lehramt
  • Doktorat

Theologische Wohnheime

Es gibt in Wien zwei evangelische Studentenwohnheime.

Das eine ist das Wilhelm-Dantine-Haus. Es befindet sich etwas außerhalb des Gürtels, liegt aber direkt an einer Straßenbahn, mit der man in einer viertel Stunde in die Stadt und zur Uni kommt. Das Haus hat 50 Einzelzimmer, einige Doppelzimmer und kleine Wohnungen. Viele der Theologiestudierenden wohnen dort, da es dort, für Wien, ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis gibt. Das Haus hat einen Andachtsraum, in dem wöchentlich Andachten statt finden, einen großen Garten, eine kleine Bibliothek (mit vorrangig theologischen Werken) und eine Bar, in der jeden Donnerstag der Barabend statt findet, der für viele der Studierenden ein wöchentliches Muss ist. Homepage des WDH

Das zweite ist das Albert-Schweitzer-Haus. Es liegt in direkter Nähe zum Unicampus. Zur Fakultät sind es etwa zehn Minuten zu Fuß. Außerdem ist es sehr nahe an der Innenstadt gelegen. Im Haus befindet sich ein Cafe, das ein sehr schönes Ambiente hat. Das Haus wurde 2007 komplett renoviert, und daher sind die Zimmer alle sehr modern ausgestattet. Die meisten Zimmer sind Dupletten, das heißt, dass zwei Zimmer zusammen sich ein Bad und eine „Frühstücksküche“ teilen. Es gibt auch auf jedem Stock eine gut ausgestattete Gemeinschaftsküche. Viele der dort wohnenden Studierenden kommen aus der ganzen Welt, und so ist das Heim eine gute Möglichkeit, sich mit anderen Kulturen zu beschäftigen. Hompage des ASH

Identität der Fakultät

Dadurch, dass Österreich ein katholisches Land ist, und im Laufe der Geschichte der Protestantismus teilweise sehr stark unterdrückt wurde, gibt es an der Fakultät eine besondere Identität. Man muss sich als Protestant in Österreich immer versuchen auf sich aufmerksam zu machen, und sich durchzusetzen. Eine besondere Formation ergibt sich einmal dadurch, dass an der evangelischen Fakultät sowohl Lutheraner, als auch Reformierte unterrichten, und unterrichtet werden. Die Fakultät ist die einzige evangelisch-theologische Fakultät in Österreich, und daher werden Lutheraner wie Reformierte, als auch teilweise Methodisten und Baptisten unter einem Dach unterrichtet. Eine Spezialität ist dabei auch, dass sowohl Lutheraner als auch Reformierte jeweils Anrecht auf einen eigenen systematischen Theologen haben. Des Weiteren befindet sich im Haus auch noch die katholische Fakultät, was den ökumenischen Austausch deutlich leichter macht. Man kann also auch sehr gut Vorlesungen auf der jeweils anderen Fakultät besuchen.

Leben der Fakultät (Thementage, Studienwoche, Feste …)

Es gibt an der Fakultät viele kleine Aktionen, sowohl zu theologischen Themen, als auch zu nichttheologischen. Es wird auch ein Studientag eingerichtet werden. Einmal pro Semester das große ökumenisch organisierte OIDA-Fest, das immer eine sehr große Party ist, und auf dem sehr viel ökumenischer Austausch stattfindet.

Desweiteren gibt es in der Woche zwei regelmäßig stattfindende Veranstaltungen am Abend. Das ist einmal ein TheologenInnenstammtisch in einem Lokal in Uninähe, bei dem gemütlich bei Bier und anderen Getränken über alles mögliche und manchmal auch über die Theologie gesprochen wird. Das andere ist der Barabend im evangelischen Studentenheim, bei dem ab 21.30 die BewohnerInnen des Heimes einladen. Dort kann man dann billig trinken, Billiard und Tischfußballsspielen, sowie auch gut mit den verschiedensten Leuten ins Gespräch kommen.

Fächer und Lehrende

An der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien gibt es Lehrstühle in den Disziplinen Altes Testament und biblische Archäologie, Neues Testament, Kirchengeschichte, christliche Archäologie und kirchliche Kunst, Systematische Theologie und Religionswissenschaft, Praktische Theologie und Religionspsychologie und Religionspädagogik.

Die Institute und ihre Lehrenden

Altes Testament und biblische Archäologie

Der Lehrstuhl für Altes Testament wird im Moment von Frau Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Marianne Grohmann besetzt. Als Dozenten tätig sind Herrn Dekan O. Univ.-Prof. Dr. DDr. James Alfred Loader und Herr emer. O. Univ.-Prof. Dr. Georg Sauer tätig. Als Assistenten sind Herr Dr. Stefan Fischer und Herr Dr. Friedrich Schipper tätig.

Neues Testament

Der Lehrstuhl für Altes Testament wird im Moment von Herr O. Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Pratscher besetzt. Als Dozenten tätig sind Herr Ao. Univ.-Prof. Dr. Markus Öhler und Herr emer. O. Univ. Prof. Dr. Kurt Niederwimmer. Als Assistenten tätig ist Herr Mag. Dr. Markus Lang.

Kirchengeschichte, christliche Archäologie und kirchliche Kunst

Den Lehrstuhl für Kirchengeschichte wird im Moment von Herrn O. Prof. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Wischmeyer besetzt. Als Dozenten tätig sind Herr Univ.-Prof. DDr. Rudolf Leeb und Herr Ao. Univ.-Prof. i.R. DDr. Peter Barton. Als Assistenten tätig sind Herr Mag. Dr. Gernot Hochhauser, Herr Mag. Martin Steinmüller und Frau Mag. Astrid Schweighofer tätig.

Systematische Theologie und Religionswissenschaft

Der Lehrstuhl für Systematische Theologie wird im Moment von Herrn O.Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Körtner (reformiert) besetzt. Als Dozenten tätig sind Herr Univ.-Prof. Dr. Christian Danz (lutherisch), Herr Univ.-Prof. Wolfram Reiss (Religionswissenschaft), Herr emer. O. Prof. Dr. Kurt Lüthi und Herr Univ. Doz. Dr. Max Suda tätig. Als Assistenten sind Herr PD Dr. Andreas Klein, Herr Mag. Waseem Haddad und Herr Mag. Felix Hulla tätig.

Praktische Theologie und Religionspsychologie

Den Lehrstuhl für Praktische Theologie ist derzeit nicht besetzt. Als Assistenten tätig sind Frau Mag. Marianne Pratl und Herr Dr. Hermann Westerink. Als Lektoren tätig sind Herr Mag. Matthias Krampe, Herr Mag. Dr. Hellmut Santer, Herr Mag. Dr. Stefan Schumann und Herr Mag. Moritz Stroh.

In diesen Lehrstuhl integriert ist das Institut für Kirchenrecht, das im Moment von Herrn Hon. Prof. Dr. Raoul Friedrich Kneucker und Herr Univ. Prof. Dr. Karl Schwarz besetzt wird.

Religionspädagogik

Der Lehrstuhl für Religionspädagogik ist zurzeit von Herrn Univ.-Prof. DDr. Martin Rothgangel besetzt. Herr Ao. Univ.-Prof. Dr. Robert Schelander ist als Dozent tätig. Als Lektoren tätig sind Frau Dr. Katja Eichler, Herr Dr. Roland Kadan, und der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich Honorarprofessor Dr. Michael Bünker.

Sprachen

Hebräisch

Hebräisch wird jedes Semester von Prof. Stefan Fischer angeboten. Die Lehrveranstaltung umfasst 6 SWS, bzw. 9 ECTS. Dieser beinhaltet auch eigenständige Hausarbeit und am Ende eine Prüfung. Im neuen Bachelorstudiengang benötigt man zusätzlich, um das Pflichtmodul Hebräisch anzuschließen, eine einstündige Übung „Übersetzung hebräischer Texte“.

Griechisch

Regulär wird Griechisch wird in Wien von der katholischen Fakultät in Kooperation mit der evangelischen Fakultät angeboten. Der Kurs geht über 2 Semester und wird normalerweise von MMag. Taschl-Erber angeboten. Es sind Hausübungen zu machen und online abzugen. Es wird ledeglich Bibelgriechisch gelehrt. Am Ende ist eine schriftliche und mündliche Prüfung abzulegen bei der unbekannte Texte (meistens Evangelien) zu übersetzen sind.

Weiters besteht auch grundsätzlich die Möglichkeit Griechisch bei den Altphilologen zu lernen oder im Sommer einen Intensivkurs zu absolvieren.

Griechisch ist Vorraussetzung für das Bachelorstudium, es ist aber durchaus möglich schon vorher LV zu machen die auch ohne Griechischkenntnisse besucht werden können.

Latein

Auch Latein ist Vorrausetzung für das Studium. Latein kann nur auf der Altphilologie gelernt werden und es startet hier jedes Semester ein neuer Kurs. Die Kurse gehen in der Regel über 2 Semester. Die Prüfungsmodalitäten varieren von Prüfer zur Prüfer zur Prüferin. Am Besten ist es hier sich vor Ort zu erkundigen.

Studierende

ÖKT

Der ÖKT ist der Österreichische Konvent Theologiestudierender. Genaueres findet sich hier.

Ausländische Studierende

Nach Wien kommen immer viele ausländische Studierende, die nach einem Semester oft nicht mehr weggehen wollen, und daher ihr Studium in Österreich verlängern. Die Vorlesungen finden zwar nur auf Deutsch statt, aber es sollte für ausländische-nicht deutschsprachige Studierenden kein Problem sein, da hindurch zu kommen. Die Wiener Fakultät ist sowohl für lutherische, als auch für reformierte Theologen interessant, da die Fakultät für beide Richtungen ausgelegt ist, und für beide Richtungen Professoren und Vorlesungen anbietet.

Im Moment sind in Wien Studierende aus Deutschland, Ungarn, Finnland, Südafrika u.a.

Erasmus-Partnerschaften bestehen mit:

Belgien:

  • Leuven
  • Louvain
Schweiz:
  • Basel
  • Bern
  • Zürich
Tschechien:
  • Prag
Deutschland:
  • Berlin
  • Bonn
  • Göttingen
  • Jena
  • Mainz
  • Münster
  • Rostock
  • Tübingen
  • Wuppertal
Ungarn:
  • Debrecen
Niederlande:
  • Amsterdam
  • Nijmegen
Norwegen:
  • Oslo
Schweden:
  • Uppsala
Finnland:
  • Helsinki
  • Turku
Großbritannien:
  • Glasgow

Bibliothek

Im Haus befindet sich die Fachbereichsbibliothek Theologie. Diese beinhaltet die Bücher der evangelischen und katholischen Theologie. Falls nun eines der wichtigen Bücher verliehen sein sollte, gibt es noch die Möglichkeit bei den Katholiken zu suchen, und das erweitert die Auswahl doch enorm. Alle wichtigen Kommentare und Schriften sind vorhanden. Die Öffnungszeiten sind: Mo-Di: 9.00-18.00 Uhr; Mi-Do: 9.00-19.00 Uhr; Fr: 9.00-16.00 Uhr.

Von den über 6,7 Mio. Büchern, die der Verband der Universitätsbibliotheken hat (und die alle auch für alle erreichbar sind), sind auf der Hauptbibliothek etwa 2,6 Mio. Diese befindet sich im Hauptgebäude der Uni. Diese ist in fünf Minuten zu Fuß erreichbar. Es gibt dort einen großen Lesesaal. Wenn man dort ein Buch entleihen will, muss man das vorher per Internet beantragen, denn diese ist eine reine Magazinsbibliothek, bei der die Mitarbeiter die Bücher aus den Magazinen holen und ausgeben.

Essen und Trinken

In der Nähe der Fakultät gibt es eine Reihe an Restaurants und Cafes, die aber teilweise recht teuer sind. Es gibt ein paar Supermärkte in der Nähe, bei denen man relativ günstig einkaufen kann. Außerdem gibt es im Theologischen Zentrum der Katholiken eine gute und günstige Mensa. Diese ist in etwa 5 Minuten zu Fuß erreichbar. Am Campus der Uni, der in etwa zehn Minuten zu Fuß erreichbar ist, einige gute bürgerliche Restaurants.

Neben der Studienzone der Fakultät gibt es eine kleine Küche. In dieser gibt es einen Herd, einen Wasserkocher, einen Kühlschrank und eine viel genutzte Kaffeemaschine. Zwei Stockwerke tiefer, in der katholischen Fakultät, gibt es ein Cafe Theol, das ein schöner Treffpunkt mit Cafeautomaten ist.

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